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In
ihrer Blütezeit, dem Japan des 17. Jahrhunderts, entwickelten die
Samurai Übungen, um ihr Schwert bei einer plötzlichen Bedrohung im
Haus oder auf der Strasse erfolgreich einsetzten zu können. Unter
dem Einfluss des Zen-Buddhismus wurden diese Übungsformen zu
tiefgründigen Lehrsystemen verfeinert, die sich vom kriegerischen
Ursprung entfernten und an Tiefe gewannen. Es entstand Iaido, der
Weg des Schwertes.
Traditionell wird Iaido in Form von Kata praktiziert. Das heisst,
eine genau festgelegte Abfolge von Schnitten, Stichen und Schlägen
im Kampf gegen einen imaginären Gegner. Man übt meist alleine mit
einem Iaito, einem ungeschliffenen japanischen Übungsschwert. Später
auch mit einem scharf geschliffenen, echten Schwert, dem Shinken
oder Katana. Zum Teil wird auch zu zweit mit Holzschwertern
trainiert.
Iaido ist ein ständiger Wechsel zwischen Ruhe und Bewegung. Während
der unzähligen Versuche, die leicht erscheinenden und doch
herausfordernden Bewegungen zu vervollkommnen, schulen wir
gleichzeitig die Wahrnehmung, Kontrolle und das Timing. Es sollen
Charakterstärke, Klarheit des Geistes, Ruhe und Konzentration
entwickelt werden. Es ist wichtig, in der Bewegung die Harmonie
zwischen Körper, Geist und Schwert zu finden. |